Für die Strukturierung der Datenkommunikation zwischen Computersystemen lässt sich das so geannte OSI-Referenzmodell als Ordnungsrahmen verwenden. Die Abkürzung OSI bedeutet «Open Systems Interconnection», mit OSI bzw. «Open Systems» sind Systeme gemeint, welche die Vereinbarungen bzw. die Protokolle für die Verbindung von heterogenen Rechnersystemen unterstützen.
Hauptvertreter der Open Systems-Idee sind Systeme der
UNIX-Familie, weiterhin ist die Grundidee für die OSI-Entwicklung ist ählich wie bei
TCP/IP.
Das anerkannte OSI Referenzmodell besteht aus
sieben Schichten. Jede Schicht steht in einer Beziehung zu ihren Nachbarschichten. Eine konsequente Anwendung des OSI-Referenzmodells erleichtert die Verbindung von Systemen sowie die Fehlersuche enorm.
Wird ein Fehler (Kommunikations-Problem zwischen 2 Rechnersystemen) beispielsweise nach dem Bottom-Up-Prinzip eingegrenzt, so kann eine Fehlerquelle meistens relativ schnell lokalisiert werden.
Schicht
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Englische Bezeichnung
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Deutsche Bezeichnung
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Beispiele |
7
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Application Layer |
Anwendungsschicht |
Web-Browser, Mail-Client |
6
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Presentation Layer |
Darstellungsschicht |
ASCII, HTML, MIME |
| 5 |
Session Layer |
Steuerungsschicht |
HTTP, FTP, POP, SMTP |
| 4 |
Transport Layer |
Transportschicht |
TCP, SPX, NetBeui |
| 3 |
Network Layer |
Vermittlungsschicht |
IP, IPX, X.25, T.70, T.90NL |
| 2 |
Data Link Layer |
Sicherungsschicht |
PPP, X.75, IEEE 802 (LLC und MAC), HDLC, T.30 |
| 1 |
Physical Layer |
Bitübertragungs-Schicht |
ATM, V.110, RJ-45, BNC |
Aufgabenbeschreibungen der Schichten
In den folgenden Abschnitten werden die Aufgaben der einzelnen Schichten untereinander abgegrenzt.
Application Layer
Anwendungen des Benutzers mit Netzwerk-Ressourcen
Presentation Layer
Einheitliche Informationsdarstellung, Datenkompression, Verschlüsselung
Session Layer
Definierter Aufsetzpunkt für die Einrichtung von Sitzungen und Zugangskontrollen
Transport Layer
Aufbau/ Unterhalt von Verbindungen zwischen zwei Systemen
Network Layer
Anwahl und Steuerung des Transportnetzes, Auswahl des Weges
Data Link Layer
Die Schicht 2 hat für einen fehlerfreien Transport der Daten zu sorgen, beispielsweise durch eine automatische Wiederholung falsch übertragener Pakete. Fehler werden dabei gewöhnlich an einer mitgesendeten Prüfsumme der Datenbytes erkannt (FCS = frame checksum). Hierfür wird bevorzugt der CRC-Algorithmus eingesetzt (cyclic redundancy check), der auch vertauschte Bytes erkennt
Physical Layer
Die Protokollschicht 1 benutzt bei lokalen Netzwerken über Koax-, STP- und UTP-Kabel gewöhnlich den
Ethernet-Standard. Er benutzt das
CSMA-Verfahren, um das Senden eines Pakets sofort abzubrechen, wenn z.B. auf dem Koax-Kabel eine Kollision mit einer gleichzeitig sendenden anderen Station erkannt wird. Schnelle grossflächige WANs (Wide Area Networks) verwenden dagegen das
ATM-Verfahren (Asynchronous Transfer Mode).